Diese Erkenntnisse faszinieren mich. Nur: wie verbinde ich mich mit mir und anderen? Wie gestalte und lebe ich erfüllende Beziehung? Bei diesen Fragen knüpfe ich als Eltern- und Erwachsenenbildnerin an und gehe ihnen zusammen mit Interessierten auf den Grund.
Für mich ist jeder Mensch ein Individuum und jeder besitzt eine Integrität. Jede Beziehung ist einmalig. Damit diese Beziehung gelingt, braucht es Authentizität und Gleichwürdigkeit von den einzelnen Familienmitgliedern. Die Familie ist der wichtigste Ort, an dem das "Selbst" und die persönliche Integrität sich entwickelt. Das gilt für Eltern und für Kinder.
Ich stelle eine allgemeine Verunsicherung fest, was Erziehung angeht. Die autoritären Werte in der Vergangenheit haben sich als problematisch erwiesen und werden den Ansprüchen von heute nicht mehr gerecht. Auch die antiautoritäre Gegenbewegung ist gescheitert. Es gibt keine einfachen Regeln und Prinzipien, auf die sich Eltern heute berufen können. Meiner Meinung nach ist Erziehung nicht lernbar, denn zur Mutter und zum Vater kann man sich nicht ausbilden lassen. Erziehung ist ein Entwicklungsprozess - für die Eltern ebenso wie für die Kinder. Dieser Prozess steht in meinen Kursen wie auch in den Beratungen im Vordergrund. Die Eltern werden in ihrer Funktion gestärkt.
Die Beziehung der Erwachsenen und Kindern entscheidet darüber, ob Erziehung und Schule gelingen. Wie diese Beziehungen gestaltet, reflektiert, verändert und vertieft werden können – das ist zentraler Teil meiner prozessorientierten Arbeit.
Mit der Organisation von familylab.ch möchte ich ein Team von SeminarleiterInnen aufbauen. Ich möchte eine Plattform kreieren, wo sich Fachleute, Eltern und Interessierte Rat und Inspiration holen können.
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